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A few words about | FENDER®

Serie II (»Riviera Amps«), 1982–1985

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Oft fälschlicherweise als reines Design von Paul Riviera abgetan ist es nun mal Fakt, dass die komplette Palette an Amps und Modellen auch noch von anderen FENDER®-Designern mitentwickelt wurde, unter anderem von Ed Jahns.

Es gibt einige kleine Amps, die mit hohem Aufwand, viel Liebe und Hingabe und den damit verbundenen Kosten zum Klingen gebracht werden können, ich denke in erster Linie an Super Champ 1×10″ und Princeton II mit 1×12″ bzw. Deluxe Reverb II mit 1×12″.

Das grundsätzliche Design mit einem zuschaltbaren Overdrivekanal war sehr stark an die damaligen MESA/BOOGIE® Amps angelehnt, aber klanglich weit von ihnen entfernt. FENDER® arbeitete weiter mit Eyeletboards und kompletter Freiverdrahtung, während MESA/BOOGIE® auf reine Platinen mit freiverdrahteten Endröhrensockeln setzte, allerdings nicht bei allen Modellen, es gab auch hier zum Teil Platinen über den Endröhrensockeln. Es ist durchaus möglich den kleinen Amps einen sehr guten BF-Style Clean-Sound zu entlocken, allerdings erst nach dem Überholen und intensivem Modifizieren, ohne Lautsprechertausch nahezu unmöglich. Die Gehäuse setzen hier allerdings auch wieder klangliche Grenzen, bedingt durch ihre Konstruktion und Bauweise. Die Hallschaltung lässt sich auch verbessern.

Von den gro├čen Amps wie Twin Reverb II rate ich eher ab, da hier schnell Kosten entstehen, die schon in die Richtung eines komplett neuen Amps gehen. Die sogenannten Overdrive-Kanäle klangen nie gut und waren nie musikalisch gut abgestimmt. Auch diese Gehäuse haben dieselbe Problematik wie fast alle ihre Vorgänger der SF-Serie.

Ein eher dunkler Moment der FENDER®-Geschichte.